Aktuelles

aktuelle Bewerbungsfristen
Treffen der Arbeitskreise

Tagung Arbeitskreis NeuroEndokrinoImmunologie
Münster 23.-25. März 2017

Tagung Arbeitskreis Tumorimmunologie
Halle, 4.-6. Mai 2017
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Tagung Arbeitskreis Transplantationsimmunologie
Berlin, Germany 11.-12. Mai 2017
Anmeldefrist - 31. März 2017

Tagung Arbeitskreis T-Zellen: Subsets and Functions
Marburg, 29.-30. Juni 2017
Abstract Deadline: 18. April 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ergebnis - Results
Wahlen von DGfI Vorstand und Beirat - DGfI board elections

Die DGfI Mitglieder haben gewählt. Ab 1. Januar 2017 begrüßen wir einen neuen Vorstand und Beirat. Wir gratulieren den folgenden Mitgliedern von Vorstand und Beirat zu ihrer Wahl und bedanken uns herzlich bei allen Kandidaten.
 
Vorstand (Amtsperiode 2017-2018)
Satzungsgemäß ist  ab dem 1. Januar 2017 Michael Lohoff (Marburg) für zwei Jahre neuer Präsident der DGfI. Thomas Kamradt (Jena) wurde zum 1. Vizepräsidenten (incoming president) gewählt. Der aktuelle Präsident Jürgen Wienands (Göttingen) übernimmt für die nächsten zwei Jahre das Amt des  2. Vizepräsidenten (past president). Der bisherige 2. Vizepräsident Hans-Martin Jäck (Erlangen) verlässt den Vorstand und übernimmt den Vorsitz der DGfI Senatoren. Der aktuelle Generalsekretär Carsten Watzl (Dortmund) wurde im Amt bestätigt.
 
Beirat (Amtsperiode 2017-2020)
Für den Beirat wurden folgende Personen neu gewählt bzw. im Amt bestätigt: Diana Dudziak (Erlangen), Roland Lang (Erlangen), Manfred Lutz (Würzburg), Yvonne Samstag (Heidelberg) und Ari Waisman (Mainz).
Dementsprechend wird sich ab 1. Januar 2017 der Beirat wie folgt zusammensetzen (in alphabetischer Reihenfolge):
Diana Dudziak (Erlangen)
Christine Falk (Hannover)
Jochen Hühn (Braunschweig)
Roland Lang (Erlangen)
Manfred Lutz (Würzburg)
Yvonne Samstag (Heidelberg)
Hansjörg Schild (Mainz)
Tim Sparwasser (Hannover)
Ari Waisman (Mainz)


Turnusgemäß ausgeschieden sind:
Aus dem Vorstand: Hans-Martin Jäck (Erlangen)
Aus dem Beirat: Christian Bogdan (Erlangen), Barbara Bröker (Greifswald), Thomas Kamradt (Jena, wechselt in den Vorstand), Burkhart Schraven (Magdeburg)
 
Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, die sich zur Wahl gestellt haben, und insbesondere den ausscheidenden Vorstands- und Beiratsmitgliedern, die sich in den letzten Jahren in so vielfältiger Weise für die Belange unserer Gesellschaft und unseres Faches engagiert haben.
 
Wir danken Ihnen, unseren Mitgliedern, für Ihr Engagement in der DGfI und wünschen einen gelungenen Start ins Jahr 2017.
 
Der DGfI Vorstand

 


Hans-Reimer Rodewald erhält den Deutschen Immunologie-Preis der DGfI 2016

v.l: Simone Grätz (Celgene GmbH), Prof. Dr. Hans-Reimer Rodewald, Prof. Dr. Jürgen Wienands

Mit seinen herausragenden wissenschaftlichen Spitzenleistungen zählt Hans-Reimer Rodewald schon seit vielen Jahren zu den führenden Immunologen weltweit. Im Fokus seiner Forschung steht die Frage, wie sich verschiedene Immunzellen im Körper aus Stammzellen entwickeln, um ein funktionsfähiges Immunsystem zu bilden und zu erhalten. Die Herkunft der vielen unterschiedlichen Immun-Zelltypen bestimmt letztlich Ihre Funktion. "Es fällt schwer, aus der Fülle der kontinuierlichen Pionierarbeiten von Professor Rodewald einzelne Meilensteine hervorzuheben", so Prof. Dr. Jürgen Wienands, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Immunologie.
Für besonderes Aufsehen sorgte sicherlich die Entdeckung eines Zellstadiums, aus dem sich die sogenannten Mastzellen entwickeln; eine immer noch rätselhafte Immunzelle, die maßgeblich an vielen allergischen Reaktionen beteiligt ist. Lange hatte die Wissenschaft eine solche Vorläufer-Mastzelle vergeblich gesucht. Ebenso bedeutsam war die Entschlüsselung von Signalnetzwerken, die die Entwicklung von T-Lymphozyten im Thymus steuern. Diese bahnbrechenden Arbeiten führten nicht nur zu einem besseren Verständnis der Hämatopoese, also der Bildung von Blutzellen aus Stammzellen, sondern lieferten auch neue und unerwartete Erkenntnisse über die Entstehung von T-Zell-Leukämien. In seinen jüngsten Projekten ist es Hans-Reimer Rodewald sogar gelungen, die Hämatopoese durch den geschickten Einsatz einschaltbarer fluoreszierender Farbstoffe sichtbar zu machen.
Nicht überraschend haben schon jetzt die Entdeckungen von Hans-Reimer Rodewald Eingang in die Lehrbücher der Immunologie gefunden. "Die bahnbrechenden Arbeiten aus dem Rodewald-Labor basieren auf wissenschaftlichem Scharfsinn und experimentell-methodischer Exzellenz, die wegweisend auch für andere Wissenschaftszweige ist", urteilt Jürgen Wienands, und fügt hinzu, dass "mit Hans-Reimer Rodewald ein Vorbild für den wissenschaftlichen Nachwuchs geehrt wird".
Herr Prof. Hans-Reimer Rodewald leitet seit 2010 die Abteilung Zelluläre Immunologie am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Er ist stellvertretender Sprecher des Forschungsschwerpunkts Tumorimmunologie und seit 2016 EMBO Mitglied.

Der Deutsche Immunologie-Preis wird durch die großzügige Unterstützung der Celgene GmbH ermöglicht.
 


Deutsche Gesellschaft für Immunologie zeichnet herausragende Nachwuchswissenschaftler aus.

Jährlich vergibt die Deutsche Gesellschaft für Immunologie zwei Promotions- und drei Early-Career-Preise an Nachwuchswissenschaftler, die einen herausragenden Beitrag auf dem Gebiet der Immunologie geleistet haben. Die Preisverleihung fand am 27. September 2016 im Rahmen der 46. DGfI-Jahrestagung in Hamburg statt.

Wir gratulieren herzlich allen Preisträgern.

 

Georges-Köhler-Preis, Dotierung: 3.000 €
Dr. Andreas Bergthaler

v.l: Prof. Dr. Carsten Watzl,  Dr. Bergthaler, Prof. Dr. Yvonne Samstag, Dr. Kay Grossmann (Dr.-Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart-Zuffenhausen)

Virusinfektionen aktivieren normalerweise das Immunsystem und können dadurch effektiv abgewehrt werden. Es gibt jedoch auch viral bedingte Interferenzen, welche zu einer Erhöhung der Zerstörung von Zellen und Geweben führen. Andreas Bergthaler gelang es nachzuweisen, dass Interferone vom Typ-I bei Virus-Hepatitis über eine Herunterregulation von Superoxid-Dismutase (SOD1) oxidativen Stress erzeugen und damit eine Verstärkung der virusinduzierten Leberschädigung bewirken. Zudem zeigte er, dass bei Influenza-Infektionen die Expression der Methyltransferase Setdb2, u.a. über Inhibition von CXCL1, die Empfänglichkeit des Körpers für schwerwiegende bakterielle Superinfektionen erhöht. Diese herausragenden neuen Erkenntnisse zur Immunpathogenese von Viruserkrankungen wurden 2015 in den renommierten Zeitschriften „Immunity“ und „Nature Immunology“ mit Andreas Bergthaler als Letztautor publiziert.
Andreas Bergthaler studierte Veterinärmedizin in Wien. Seine Promotion absolvierte er am Institut für Experimentelle Immunologie der ETH Zürich (Rolf Zinkernagel und Hans Hengartner). Nach einer dreijährigen Forschungstätigkeit am Institute for Systems Biology in Seattle (Alan Aderem) übernahm Andreas Bergthaler im Jahr 2011 die Leitung einer selbständigen Arbeitsgruppe am CeMM Research Center for Molecular Medicine der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Hier wird seine wissenschaftliche Arbeit u.a. durch die Zuerkennung einer hochdotierten Forschungsförderung des European Research Council (ERC grant) unterstützt.

Sponsor des Preises ist die Dr.-Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart-Zuffenhausen.
 

Herbert-Fischer-Preis für Neuroimmunologie, Dotierung: 1.500 €
Dr. Julia Bruttger

v.l: Prof. Dr. Jürgen Wienands, Dr. Julia Bruttger, Dr. Edgar Meinl

Im zentralen Nervensystem (ZNS) gibt es ortsansässige spezialisierte Makrophagen, Mikroglia genannt. Diese Mikroglia spielen eine wesentliche Rolle in der Instandhaltung der Funktionen des ZNS und der neuronalen Verbindungen unter physiologischen Bedingungen. Darüber hinaus sind sie an Krankheiten wie Alzheimer und Multiple Sklerose beteiligt.
Julia Bruttger hat in dem Labor von  Ari Waisman untersucht, auf welche Weise die Mikroglia im ZNS aufrechterhalten werden. Dazu hat Julia Bruttger ein Mausmodell entwickelt, in dem Mikroglia gezielt in adulten Tieren eliminiert werden können. Julia Bruttger berichtet, dass Mikroglia innerhalb weniger Tage nach ihrer Entfernung wiederhergestellt werden. Dieser Prozess erfolgt nicht durch Einstrom von Monozyten aus dem Blut, sondern durch lokale Proliferation (Vermehrung von Zellen) ortsansässiger Vorläuferzellen und ist abhängig von dem Zytokinrezeptor IL-1R. Diese Arbeit von Julia Bruttger ergibt neue Einblicke in die lokale Homöostase der Mikroglia und stellt ein experimentelles System vor, mit dem dieser Zelltyp in physiologischen und pathologischen Prozessen weiter untersucht werden kann. Die Ergebnisse wurden hochrangig veröffentlicht (Bruttger et al. Immunity 43, 92-106, 2015).

Stifter des Preises ist die Rosa Laura und Hartmut Wekerle Stiftung.
 

Fritz-und-Ursula-Melchers-Postdoktorandenpreis, Dotierung: 1.500 € 
Dr. rer. nat. Martin Väth

v.l: Prof. Dr. Jürgen Wienands, Dr. Martin Väth, Ursula und Prof. Dr. Fritz Melchers, Prof. Dr. Tim Sparwasser
 
Die Regulation des Immunsystems ist eine Gratwanderung, bei der komplexe Mechanismen sicherstellen, dass Krankheitserreger und anomale (z.B. bösartig entartete) Körperzellen bekämpft werden, während eine Reaktion auf körpereigene Substanzen verhindert wird. Fehlfunktionen von Immunzellen können zur Krebsentstehung und Ausbildung von Autoimmunerkrankungen beitragen. Martin Väth untersucht wie die Regulation von Immunzellen auf der molekularen Ebene erfolgt. In seinem Promotionsprojekt konnte er zeigen, dass den NATF (Nuclear Factor of Activated T cells) Transkriptionsfaktoren in der Regulation des Immunsystems eine duale Rolle zukommt: Zum einen sind sie entscheidend für an Entzündungsreaktionen beteiligten Lymphozyten (weiße Blutkörperchen), zum anderen kontrollieren sie immun-supprimierende (das Immunsystem unterdrückende) regulatorische T Zellen (Tregs). NATF Transkriptionsfaktoren sind so für die Aufrechterhaltung der Regulation des Immunsystems erforderlich. Ein tieferes Verständnis der Regulation von Immunzellen auf molekularer Ebene bietet vielversprechende Ansatzpunkte für die Entwicklung von z.B. neuen Krebstherapien. Aktuell forscht Martin Väth daran, wie sich die CA2+ Signalwirkung auf kalziumregulierte Transkriptionsfaktoren (z.B. NATF) auswirkt und wie diese Signale die Regulation von T Zellen beeinflussen und somit humorale Immunität und Autoimmunität kontrollieren.
Martin Väth studierte Biochemie und Toxikologie an der Universität Ulm. Seine Promotion absolvierte er in Würzburg im Rahmen des DFG-geförderten Graduiertenkollegs 520 „Immunmodulation“, im Labor von Friederike Berberich-Siebelt. Im Anschluss wechselte er als PostDoc  an das Labor von Stefan Feske an der New York University School of Medicine.
Der Fritz-und-Ursula-Melchers-Postdoktorandenpreis wird an bis zu 35 Jahre alte PostdoktorandInnen für ihre bisher geleisteten Arbeiten auf dem Gebiet der Immunologie verliehen. Fritz Melchers war langjähriger Direktor des „Basel Institute for Immunology“ und ist Gründungs- und Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Immunologie e.V.  Herausragend sind Prof. Melchers Forschungsarbeiten, die entscheidend zu unserem Verständnis der Reifung Antikörper-produzierender B-Lymphozyten beigetragen haben.

Stifter des Preises sind Fritz und Ursula Melchers.
 

Hans-Hench-Promotionspreis für Klinische Immunologie, Dotierung: 2000 €
Dr. Katharina Gerlach

 

v.l: Prof. Dr. Carsten Watzl, Dr. Katharina Gerlach, Prof. Dr. Hans-Hartmut Peter (Hans-Hench-Stiftung zur Förderung der Rheumatologie e. V.)

Mit dem Hans-Hench-Promotionspreis zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Immunologie Katharina Gerlach für ihren fundamentalen Beitrag zum Verständnis von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und nachfolgenden colitis-assoziierten Krebserkrankungen (colitis-associated cancer, CAC) aus. Über die molekularen Mechanismen die zur Entstehung von CED und CAC beitragen ist noch recht wenig bekannt. In ihrer Promotionsarbeit untersuchte Katharina Gerlach die Rolle von Transkriptionsfaktoren und Zytokinen (körpereigene regulatorische Eiweiße zur Steuerung der Immunantwort) bei sogenannten T Helfer Zellen.  Katharina Gerlach konnte als erste den Transkriptionsfaktor NAFATc2 als wichtigen Biomarker für CAC identifizieren. Über die Regulierung des Zytokins IL-6 trägt NAFATc2 zur Bildung von Darmtumoren bei. Darüber hinaus konnte Katharina Gerlach IL-9 produzierende Th9 Zellen (ein Subtyp von T Helfer Zellen) als Hauptregulatoren bei Magen-Darm-Entzündungen identifizieren. Die Ergebnisse von Katharina  Gerlach enthalten wesentliche neue Ansatzpunkte für die Analyse von tumorspezifischen Biomarkern bei Patienten und könnten zu neuen Therapieansätzen bei CED mittels des Einsatzes  spezifischer Antikörper führen.
Katharina Gerlach studierte Pharmazie und Biologie an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Von 2010 bis 2015 fertigte sie ihre Dissertation mit dem Titel “Analysis of the role of T helper cells in Ulcerative colitis and colitis-associated cancer“ im Labor von Benno Weigmann an. Aktuell arbeitet sie als Post-Doc im Labor von Benno Weigmann in der Medizinischen Klinik 1 (Gastroenterologie und Endokrinologie) am Universitätsklinkum Erlangen.

Stifter des Preises ist die Hans-Hench-Stiftung zur Förderung der Rheumatologie e. V., Freiburg.
 

Otto-Westphal-Promotionspreis, Dotierung: 1.500 €
Dr. Veit Buchholz

v.l: Prof. Dr. Carsten Watzl,  Dr. Veit Buchholz, Dr. Kay Grossmann (Dr.-Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart-Zuffenhausen), Prof. Dr. Christine Falk

Der Otto-Westphal-Promotionspreis 2016 wurde an Veit Buchholz (Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene der Technischen Universität München) verliehen. Veit Buchholz ist in seiner Dissertation einer fundamentalen Frage nachgegangen: Wie groß ist auf der Ebene der einzelnen Immunzelle (konkret sog. CD8+ T-Zellen) die Plastizität im Rahmen einer spezifischen Immunantwort gegen bakterielle oder virale Antigene? Hierfür hat Veit Buchholz im Rahmen der von  Dirk Busch betreuten Dissertation ein komplexes Mausmodell eingesetzt, in dem das Schicksal einer einzelnen Antigen-spezifischen CD8+ T-Zelle nach adoptivem in vivo Transfer verfolgt werden konnte. Im Ergebnis konnte Veit Buchholz nachweisen, dass sich eine einzelne CD8+ Immunzelle im Verlauf der Immunantwort erheblich verändern kann in Hinblick auf Funktionen (z.B. Produktion von löslichen Botenstoffen) und Ausprägung von immunologischem Gedächtnis. Die Ergebnisse dieser Dissertation haben unser Verständnis von der Plastizität einer Immunreaktion erheblich erweitert und konnten dementsprechend auch mit Veit Buchholz als Erstautor hochrangig veröffentlicht werden (Science 2013).

Sponsor des Preises ist die Dr.-Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart-Zuffenhausen.

 

Pressemitteilung Deutscher Immunologie-Preis 2016

Pressemitteilung DGfI Nachwuchspreise 2016


 

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